Donnerstag, Juni 14, 2007

Bibliotheksspiel Letterheinz


Dass man Informationen rund um die Benutzung einer Bibliothek auch spielerisch vermitteln kann, beweist die UB Frankfurt am Main mit ihrem Letterheinz (seit April online). Der kleine Kerl sammelt gegen die Uhr Informationen in den Bücherregalen und muss sich dabei gegen allerlei "Feinde" wie Spinnen, Geister und sogar Bibliotheksstaub behaupten. Manchmal ganz schön knifflig, aber höchst unterhaltsam und ganz nebenbei sehr informativ.

Freitag, Juni 08, 2007

Freie Netze. Freies Wissen.


Das Buch "Freie Netze. Freies Wissen." beschäftigt sich mit den verschiedenen Anwendungsbereichen von Freien Netzen und Freiem Wissen.
"In jedem der neun Kapitel kommen in Interviews Menschen wie Lawrence Lessig oder Richard Stallman zu Wort, die mit dem Thema als ExpertInnen, PionierInnen oder unmittelbar Betroffene zu tun hatten oder haben."

Die Schreibweise ist vielleicht an manchen Stellen etwas polemisch, aber die behandelten Gegenstände wie Creative Commons, Urheberrecht, Copy Left oder Open Access werden informativ und verständlich beschrieben. Die Homepage verfügt darüber hinaus über ein Blog, in dem u.a. Ankündigungen zu Veranstaltungen im Bereich Freier Zugang zum Wissen gemacht werden.


via Duftender Doppelpunkt

Donnerstag, Juni 07, 2007

Zu viele Bibliotheken?

Stadtbibliothek Treptow-Köpenick von Berlin

So titelt (PDF, S. 3) die Lokalausgabe für Treptow des Berliner Abendblattes und berichtet vom Kampf der Treptower Bürger gegen die Schließung der Bibliothek des "Ratz-Fatz". Diese Bibliothek soll bereits in diesem Jahr geschlossen werden statt 2010, wenn in Köpenick eine neue Mittelpunktsbibliothek öffnet. Dabei wird die Bibliothek rege genutzt:
Eine Lehrerin der Grundschule an der Feuerwache schilderte, dass die Kinder eine Doppelstunde in der Bibliothek verbringen, um ihre Lesefertigkeit zu verbessern und selbstständig neue Bücher zu erkunden.

Im Moment existieren im Bezirk Treptow-Köpenick noch 13 Bibliotheken und eine Fahrbibliothek, von denen laut Bezirksstadtrat Simdorn zur Umsetzung der Einsparungen 4 zu schließen wären. Hintergrund ist die vor kurzem bekanntgewordene Feststellung des Landesrechnungshofs, dass Berlin im Bereich der Bibliotheken sparen könne. Das Beispiel des Bezirks Treptow-Köpenick zeigt leider, wie schnell solche unreflektierten und an puren Zahlen orientierten Vorschläge, wie der des Landesrechnungshofs, zur Einsparung aufgegriffen werden und welchen Schaden sie damit anrichten.
Der Ausschuss für Bürgerdienste und Bildung der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick hat sich zumindest einstimmig gegen die Schließung der Bibliothek im "Ratz-Fatz" ausgesprochen: "Nun hat die Bezirksverordnetenversammlung das Problem auf dem Tisch."

Dienstag, Juni 05, 2007

Googles Volltextsuche auf Verlagsseiten

Google ermöglicht seit gestern seinen Verlagspartnern den Einsatz der Google Buchsuche direkt von den Verlagsseiten aus. Dabei können die Verlage die Volltextsuche gezielt einsetzen, um ihren Kunden die Suche nach mehr Büchern im Internet zu erleichtern.
Die Ergebnisseiten sind kostenlos und werden von Google gehostet, teilt das Unternehmen mit. Verlage können die Suche nur auf die Titel beschränken, die sie selber innerhalb der Google Buchsuche anbieten. Außerdem könnten Verlage mittels des „Dieses Buch kaufen“-Links, der auf ihre Online-Shops führt, aus nach Büchern stöbernden Internetnutzern Kunden machen.


Die Verlage McGraw-Hill, Cambridge University Press, Transaction Publishers und Seven Stories haben das Feature bereits integriert.

via Börsenblatt Online

Montag, Juni 04, 2007

SPIEGEL-Gespräch – live in der Uni


Im Rahmen dieser vom Spiegel im April gestarteten Gesprächsreihe findet am Mittwoch, 06.06., an der Humboldt Universität zu Berlin um 19:30 Uhr im Audimax ein Gespräch über Rüdiger Safranskis neues Buch „Die Romantik – eine deutsche Affäre“ statt.
Mit seinem neuen Buch „Die Romantik – eine deutsche Affäre“ bringt er Licht in eine der bedeutendsten Epochen der deutschen Geistesgeschichte, die häufig missverstanden wurde. Er entdeckt, dass die genialen und stürmisch-subjektiven Aufbrüche um Fichte, Schlegel, Schelling eine unabgeschlossene Geschichte sind, und eine sehr deutsche dazu. Waren die romantischen Genies die ersten 68er? Darüber spricht SPIEGEL-Redakteur Matthias Matussek mit dem Schriftsteller.

via presse-hu

Samstag, Juni 02, 2007

Wissen und Eigentum

Unter diesem Titel ist ein Sammelband von Jeanette Hofmann (Hrsg.) mit 15 Beiträgen erschienen, die einen Überblick über die sich wandelnde Beziehung zwischen Wissen und Eigentum geben. Der Sammelband kann über die Bundeszentrale für politische Bildung bezogen werden, und zwar in Buchform und als Download unter einer CC-Lizenz. Unter den Autoren sind so bekannte Namen wie Volker Grassmuck oder Bernd Lutterbeck, die Spannweite der Beiträge reicht von historischen und theoretischen Aspekten über technische Maßnahmen bis hin zu Kulturindustrie und Marktinteressen:
I. Einleitung
JEANETTE HOFMANN / CHRISTIAN KATZENBACH: Einführung
JAMES BOYLE: Eine Politik des geistigen Eigentums: Umweltschutz für das Internet?

II. Geschichte und Theorie
THOMAS DREIER / GEORG NOLTE: Einführung in das Urheberrecht HANNES SIEGRIST: Geschichte des geistigen Eigentums und der Urheberrechte. Kulturelle Handlungsrechte in der Moderne
KLAUS GOLDHAMMER: Wissensgesellschaft und Informationsgüter aus ökonomischer Sicht

III. Technische und rechtliche Strukturen
TILL KREUTZER: Das Spannungsfeld zwischen Wissen und Eigentum im neuen Urheberrecht
CORINNA HEINEKE: Adventure TRIPS – Die Globalisierung geistiger Eigentumsrechte im Nord-Süd-Konflikt
VOLKER GRASSMUCK: Wissenskontrolle durch DRM: von Überfluss zu Mangel

IV. Kunst und Kulturg ter
FRIEDEMAN KAWOHL / MARTIN KRETSCHMER: Von Tondichtern und DJs – Urheberrecht zwischen Melodieneigentum und Musikpraxis
HEIKE ANDERMANN / ANDREAS DEGKWITZ: Zirkulation wissenschaftlicher Information in elektronischen Räumen

V. Märkte und Geschäftsmodelle
JOSCHA WULLWEBER: Marktinteressen und Biopiraterie – Auseinandersetzungen um das „grüne Gold der Gene“
JOHANN CAS UND WALTER PEISSL: Datenhandel – ein Geschäft wie jedes andere?
ROBERT A. GEHRING: FOSS, die Firma und der Markt

VI. Ausblick
FELIX STALDER: Neue Formen der Öffentlichkeit und kulturellen Innovation zwischen Copyleft, Creative Commons und Public Domain
BERND LUTTERBECK: Die Zukunft der Wissensgesellschaft

via Duftender Doppelpunkt

Donnerstag, Mai 10, 2007

Geisteswissenschaften to go - Wie populär dürfen geisteswissenschaftliche Themen sein?

Da wir ja immernoch das Jahr der Geisteswissenschaften schreiben, fand vor diesem Hintergrund gestern die Veranstaltung "Geisteswissenschaft trifft Feuilleton" im Maxim-Gorki-Theater hier in Berlin statt. Die Geisteswissenschaften leiden bekanntermaßen nicht nur unter einem ständigen Rechtfertigungsdruck, sondern sie haben auch nach wie vor ein Darstellungsproblem, das Luca Giuliani, neuer Rektor des Berliner Wissenschaftskollegs, anekdotenhaft so darstellt:
Wenn er darüber spreche, Archäologe zu sein, komme immer gleich die Gegenfrage: "Wo graben Sie denn?" Neunzig Prozent der archäologischen Forschung haben aber nun einmal nichts mit Ausgrabungen zu tun.

Nur am Rande: dies gilt gleichermaßen für die Germanistik: ich weiß nicht, wie oft ich schon versuchen musste zu erklären, was man mit einem solchen geisteswissenschaftlichen Studium später macht.
Alles in allem konstatieren die Autoren der Artikel in der taz und der FR, dass es ja schonmal positiv sei, dass nicht von der Krise dieses Wissenschaftsbereichs, sondern "nahezu ressentimentfrei über die Gegenwart und Zukunft der Geisteswissenschaft gesprochen wurde" (FR). Trotzdem: Dirk Knipphals hält in der taz fest: "Wie Leute, die sich noch nicht einmal auf gemeinsame Themen einigen können, die Gesellschaft zusammenhalten sollen, möchte man einmal eingehender erklärt bekommen."

P.S.: Und wieder die üblichen Klischees: Es liegt offensichtlich im Trend, "bei den Chefposten der großen Kulturinstitutionen (Marbach, Stiftung Preußischer Kulturbesitz) den Typ Bibliothekar durch den Typ "Macht was her" auszutauschen. Ohne Showqualitäten geht es nicht mehr. (taz)"

Mittwoch, April 25, 2007

RSS: einfach und kompakt erklärt

In einem kleinen Video erklärt (und visualisiert) Steven M. Cohen, warum die Nutzung von RSS-Feeds eine enorme Zeitersparnis mit sich bringt und wie das Ganze eigentlich funktioniert. Kompaktes Wissen anschaulich in wenigen Minuten. Sehenswert! via netbib

Mittwoch, April 11, 2007

Neue Zeitschriften zum Thema Hörbücher

Bereits auf der Buchmesse in Leipzig wurde mit dem Hörbuch-Report eine neue Hörbuch-Zeitschrift gestartet, nun kommt mit dem Magazin HörBücher eine weitere hinzu. Auf der Homepage kann man sich die komplette Nullnummer blätternd ansehen (grafisch schön umgesetzt, erfordert aber Flash 7). (via hoerothek.de)

Digitalisierung deutscher Bibliotheken

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft will 10 bis 20 Mio. Euro jährlich für die Digitalisierung der Bestände in wissenschaftlichen Bibliotheken bereitstellen, meldet Spiegel-Online. Die DFG sieht sich allerdings nicht als Konkurrent des Google-Projekts, sondern plant Absprachen um doppelte Digitalisierungen zu vermeiden:
Ohnehin sind die bislang realisierten Projekte auf Google angewiesen. Denn eine zentrale Seite, über die sämtliche Projekte zugänglich sein sollen, befindet sich erst im Aufbau. Über das Zentrale Verzeichnis digitaler Bücher sollen später auch die Bücher der Bayerischen Staatsbibliothek zur Verfügung stehen.

Dienstag, April 10, 2007

Big Brother, DSDS & co.

In seinem Artikel "Wählt die Nulpe" bringt Frank Patalong die ultimative Definition für alle TV-Formate álà Big Brother, DSDS & co:

"die sozialdarwinistisch angehauchte, auf Selbstprostitution und fröhlichem Fremdschämen basierende "Guck-mal-was-ich-besser-als-die-doofen-Anderen-kann"-Show"

Treffender kann man es nicht sagen!

Montag, April 02, 2007

Paul Watzlawick gestorben

Der Kommunikationswissenschaftler und Autor der berühmten "Anleitung zum Unglücklichsein" Paul Watzlawick ist tot. Er starb bereits am 31.03.2007 nach schwerer Krankheit in seiner Wunschheimat Kalifornien. Als Kommunikationswissenschaftler prägte Watzlawick die einprägsame Formel "Man kann nicht nicht kommunizieren."

Die (S)Checkliste von Druckfrisch

Für alle, die nicht erst mit den Eulen schlafen gehen, hier die Zusammenfassung der Kommentare zur Spiegel-Bestsellerliste Belletristik von Denis Scheck in der Sendung Druckfrisch (01.04.2007):

Verriss
  • Platz 10: Tatjana Gräfin Dönhoff und Gabriela Sperl: "Die Flucht"
  • Platz 8: Tommy Jaud: "Resturlaub "
  • Platz 7: Peter Hoeg: "Das stille Mädchen"
  • Platz 3: J.R. Moehringer: "Tender Bar"
Lob
  • Platz 9 Andreas Eschbach:"Ausgebrannt"
  • Platz 6 : Fred Vargas: "Die dritte Jungfrau"
  • Platz 5: Marina Lewycka: "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch"
  • Platz 4: Daniel Kehlmann: "Die Vermessung der Welt"
  • Platz 2: Eoin Colfer: "Artemis Fowl: Die verlorene Kolonie"
  • Platz 1: Andrea Maria Schenkel: "Tannöd"

Online wird besser gelesen

Das ist eine interessante Wendung: Dass man Texte am Bildschirm nämlich besser lesen kann als in der Zeitung, fand jüngst eine Studie des Poynter Institutes im Auftrag der American Society of Newspaper Editors heraus. Demzufolge würden die Online-Artikel häufiger zu Ende gelesen als die Print-Variante in Zeitungen. Entscheidend war dabei auch, welches Format die Zeitung hat und ob der Artikel auf der nächsten Seite weiterging oder nicht.
Damit gerät ein lang gehegtes Vorurteil gegenüber E-Books u.ä. ins wanken, dass diese Formen wegen ihrer schlechteren (weil anstrengenderen) Lesbarkeit weniger Zuspruch fänden.

Montag, März 19, 2007

Live vom Bibliothekskongress 2007

Ein kurzer Gruß vom Bibliothekskongreß in Leipzig, der heute anstrengend, weil unorganisiert, begonnen hat. Dafür war der erste Vortrag zum Thema Urheberrecht spannend, da kommt einiges auf uns zu....

Donnerstag, März 01, 2007

Geisteswissenschaften an Technischen Universitäten

In seinem Artikel "Bitte schaden Sie der Technik" fordert Wolf Lepenies die Gesisteswissenschaften auf, sich im Zeitalter des Web 2.0 neu zu positionieren:

Heute wäre über die Seele im Zeitalter des Internet nachzudenken, über den Menschen in der Ära von Google, von Web 2.0 und „Second Life“ – der virtuellen 3D-Welt, in welcher wir uns eine alternative Existenz aufbauen können. Es ist höchste Zeit, den Ort der Geisteswissenschaften in Technischen Universitäten neu zu bestimmen. Unzeitgemäß ist es, sie dort vom Platz zu stellen.

Donnerstag, Oktober 05, 2006

Eröffnung

Dieses Blog wird mir dazu dienen, Gedanken aufzuschreiben, die mir so zu literarischen und bibliothekarischen Themen durch den Kopf gehen, aber auch zu Medien allgemein.