Dienstag, Juni 03, 2008

Live vom Bibliothekartag....

...wo gerade aktuell die Ausstellung eröffnet wird. (Über den musikalischen Jingle kann man geteilter Meinung sein :-) Meinen Vortrag über Patientenbibliotheken habe ich bereits erfolgreich hinter mich gebracht und er liegt auch bereits auf dem OPUS-Server, kann also an der "Info-Tankstelle" am Stand von VDB und BIB per USB heruntergeladen werden.
Jetzt werde ich mir etwas Essbares organisieren und dann geht's spannend weiter mit Bibliotheksneubauten.

Donnerstag, Mai 22, 2008

Onleihe in Berlin

Als ich im IBI-Weblog las, dass die Berliner Öffentlichen Bibliotheken jetzt auch die Onleihe anbieten, wollte ich das als stolze Besitzerin eines Bibliotheksausweises gleich mal testen. Das Ergebnis ist leider ernüchternd: das Angebot ist relativ klein, besonders was die Kategorie E-Paper angeht (ok, gerade erst gestartet). Noch dazu gibt es relativ wenig Exemplare bspw. des SPIEGELS, weshalb sich die Vormerkungen häufen. Also hab ich mir etwas ausgesucht, was der Saison gänzlich unangemessen ist und demzufolge auch nicht ausgeliehen war: Charles Dicken's Weihnachtslied in Prosa. Der Ausleihvorgang verlief soweit reibungslos, auch wenn ich es seltsam fand, dass zweimal nacheinander auf dem Button "Jetzt ausleihen!" stand. Ein "weiter mit der Ausleihe" o.ä. wäre weniger verwirrend, zumal man freundlich darauf hingewiesen wird, dass das gewählte Medium nur 30 min im "Bibliothekskorb" verbleibt. Dies geschieht aber eben, wenn man bereits annimmt, das Medium ausgeliehen zu haben. Naja. Nach dem Klick auf den Download-Button suchte der Browser erstmal eine ganze Weile nach dem Server, um mir dann zu verkünden: "File does not exist". Interessant. Nach einem Reload bekam ich dann die Nachricht, dass der Server überlastet sei. Erst nach einigem Warten und nochmaligem Reload befindet sich nun die Datei auf meinem Rechner, für 7 Tage und 9 Stunden.
Sicherlich kann man anführen, dass der Dienst selbst noch recht neu ist und auch erst nach und nach das Angebot erweitert werden kann. Die technische Umsetzung lässt jedoch zu wünschen übrig, auch die Beschränkung auf den Media Player zur Wiedergabe ist ungünstig, was aber bereits kritisch diskutiert wurde.
Alles in allem kann ich nun einige Kritik von Herrn Graf nachvollziehen, aber mal schauen, was die Zukunft bringt in puncto Onlineangebote speziell an Öffentlichen Bibliotheken.

Mittwoch, März 12, 2008

Bibliotheksportal startet Themenbörse für Ausbildungs- und Studienprojekte

Andrea Osterode (knb) weist in inetbib auf einen neuen Service des Bibliotheksportals hin: die Themenbörse für Ausbildungs- und Studienprojekte. Diese ist als Wiki eingerichtet und als Kontaktplattform für Bibliotheken, Hochschullehrer und Studierende bibliotheks- und informationswissenschaftlicher Studiengänge gedacht, die Projekte planen und Kooperationspartner suchen.

Donnerstag, Februar 07, 2008

Nestor-Handbuch zu Langzeitarchivierung...

...ist in einer ersten Ausgabe (Version 0.1, März 2007) erschienen:
Einzelne, von verschiedenen Experten erstellte Fachaufsätze gestatten einen Einblick in die diversen Themengebiete der Langzeitarchivierung: von technischen und rechtlichen Aspekten bis hin zur Definition von Rahmenbedingungen.

Gut die Hälfte der Beiträge ist allerdings noch "grau", das heißt in Bearbeitung.


via BSZ

Mittwoch, Januar 30, 2008

Library of Inspiration

Die Library of Inspiration stellt sich vor als
virtual library containing short reflections about music, literature, and film that have provided inspiration to the contributors of the site. The library’s intent is not to offer comprehensive reviews but rather a journey into inspiration, paying tribute in some way to what it was that aroused awakening.

Besonders interessant im Hinblick auf mein neues Forschungsgebiet "Die Bibliothek als (öffentlicher) Ort" finde ich folgende beiden Aussagen:



1.Why a “Library”?

A library is a place you can go to explore and lose yourself. It is quiet. It provides isolation and a sense of peace.

2.You are welcome here

This is the spirit of the library. You are welcome here. Enjoy your stay.

Diese Dimension der Bibliothek als Ort der Ruhe, an dem man sich "erfahren und verlieren" kann und an dem man willkommen ist, geht leider allzu oft beim bloßen Jonglieren der Bibliotheken mit statistischen Kennzahlen verloren. Dabei kann diese Funktion der Bibliothek als Alleinstellungsmerkmal wie kaum einer anderen öffentlichen Institution dienen.
Nachdenkenswert.
via gedankenträger

Freitag, Januar 25, 2008

Patientenbibliothek gerettet

Solche positiven Nachrichten liest man gern: In Bogenhausen wurde eine Patientenbibliothek vor der Schließung bewahrt, indem sich die "Städtische Klinikum München GmbH" und die Stadt die Finanzierung der Bibliothek teilen, meldet der Bogenhausener Anzeiger. Als Konsequenz daraus ist die Patientenbibliothek von nun an auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

In dem erwähnten Artikel findet sich noch ein interessanter Bezug zum letzten Posting zur Bibliotherapie:
Die »Eskapismus«-Funktion hält auch die studierte Diplom Bibliothekarin für extrem wichtig. »Schließlich ist das Krankenhaus ein Ort, an dem niemand gerne ist. Und mit einem Buch kann man in andere Welten eintauchen und für eine gewisse Zeit vergessen, wo man sich gerade befindet«, berichtet Scherer aus ihrer fünfjährigen Erfahrung im sozialen Bibliothekswesen.


via netbib

Dienstag, Januar 08, 2008

Bibliotherapie - reinvented

Der Guardian hat am Samstag einen interessanten Artikel zum Thema Bibliotherapie gebracht. Auch wenn die Behauptung "Bibliotherapy might be a brave new word" so nicht ganz stimmt, fasst der Artikel die Möglichkeiten - und Grenzen - der Therapie von Patienten durch das Lesen ausgewählter Literatur in kleinen Gruppen anschaulich zusammen.
This is surely the other great therapeutic power of literature - it doesn't just echo our own experience, recognise, vindicate and validate it - it takes us places we hadn't imagined but which, once seen, we never forget. When literature is working - the right words in the right place - it offers an orderliness which can shore up readers against the disorder, or lack of control, that afflicts them. Most misery memoirs fail in this respect - they invite readers to be prurient rather than to identify, exaggerate where no exaggeration is necessary, and are too clamorous to grant the space to contemplate and withdraw.

Aus meiner Sicht hervorzuheben ist aber auch die Einsicht, dass es mit dem Bereitstellen und Aussuchen der Bücher aus bibliothekarischer Sicht nicht getan ist. Wie ich bereits in meiner Magisterarbeit (Die moderne Patientenbibliothek) betont habe, kann eine qualifizierte Therapie immer nur in Zusammenarbeit mit geschultem medizinischen Fachpersonal stattfinden, um negative Auswirkungen bei Patienten zu vermeiden. Vor allem aber bei Patienten, die sich der Welt vielleicht völlig verschlossen haben, können Bücher und das Gespräch über sie verschüttete Zugänge öffnen, wie Katie Peters - ihres Zeichens 'Get into Reading worker'- es anschaulich schildert:


"One lady was shouting and swearing at anyone who approached, and when I mentioned poetry told me in no uncertain terms to go away. But as I sat and read poem after poem, she visibly relaxed, her mood changed completely and she happily chatted about the poems to other residents."

Mittwoch, November 28, 2007

Umfrage

Die Berliner Stadtbibliothek Treptow-Köpenick führt in der Zeit vom 3. bis 8. Dezember eine Umfrage durch, die sich speziell an Nichtnutzer richtet, um deren Wünsche und Anforderungen zu erfahren. Beteiligt sind auch Studierende der Berliner Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Eine rege Teilnahme möglichst vieler Bürger ist dabei natürlich sehr wichtig.
Den Hintergrund bilden u.a. die Sparvorhaben des Bezirks Treptow-Köpenick, dem leider etliche Stadtteilbibliotheken zum Opfer fallen werden. Alternativ wird daher auch über einen neuen Standort in der Nähe des S-Bahnhofs Schöneweide nachgedacht, an dem die Bestände der zu schließenden Bibliotheken zusammengeführt werden könnten. Zudem wäre die infrastrukturelle Lage dort viel günstiger. Das ist jedoch sehr vage (inoffizielle) Zukunftsmusik.
Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt, wie es so schön heißt.

DNB startet 2008 Sammlung von Netzpublikationen

Ab 2008 soll es nun ernst werden mit dem 2006 gesetzlich beschlossenen Auftrag der Deutschen Nationalbibliothek zur Sammlung von Netzpublikationen. Zunächst soll - in einer ersten Testphase mit ausgewählten Partnern - mit Monographien begonnen werden. Allerdings sind vor allem auf Verlegerseite noch viele - nicht nur technische - Aspekte unklar. Auf der gestrigen Informationsveranstaltung, die der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins und der DNB gemeinsam ausrichteten, standen deshalb noch einmal Fakten und Diskussionen im Mittelpunkt. Fazit: die Verlage wünschen sich endlich eindeutige Entscheidungen seitens der DNB.
Den Verlagen nur etwas zu diktieren, liegt der DNB jedoch fern, wie Schwens immer wieder durchblicken ließ. Die DNB wolle einen gemeinsamen Nenner finden, agiere nach dem Motto: minimaler Aufwand bei maximaler Wirkung.

via börsenblatt online

Montag, November 26, 2007

NDR verwendet Creative-Commons-Lizenzen

Der NDR ist offenbar als einer der ersten öffentlich-rechtlichen Sender im Zeitalter des web2.0 angekommen:
Im Rahmen eines Pilotprojekts stellt er ausgewählte Beiträge seines Medien-Magazins Zapp und der Satire-Sendung Extra 3 unter einer Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung. Das heißt: Nutzungsrechte können flexibler als bisher gehandhabt werden. Die Internet-User dürfen die Beiträge vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen, wenn sie drei Bedingungen einhalten: Der NDR muss als Urheber genannt werden, eine kommerzielle Nutzung der Inhalte oder eine Bearbeitung ist nicht erlaubt.


Bleibt abzuwarten, ob irgendwann alle Inhalte verfügbar gemacht werden und ob dieser erfreuliche Schritt Nachahmer findet...

Freitag, Oktober 26, 2007

Eine zentrale Bibliotheks-Entwicklungsagentur?

Die Rede des Bundespräsidenten scheint in den Medien offensichtlich einiges aufzuwirbeln, wenn sogar der Perlentaucher seinem heutigen Medienticker die Überschrift "Bibliothekssterben" gibt. Im Newsletter selbst findet sich dann der Hinweis auf ein Interview von Claudia Lux mit dem Deutschlandradio Kultur. Darin fordert Frau Lux
"eine Bibliotheks-Entwicklungsagentur, die sich genau auf der Bundesebene darum kümmert. Wir haben sehr gute Strukturvorschläge dazu gemacht. Und ich glaube, das ist auch ein Schritt, um einfach das neue an Bibliotheken, das, was wir heute machen und was in allen Bereichen der Gesellschaft wichtig ist, auch in allen Bereichen der Politik wichtig ist, mit Bibliotheken zu nutzen. Also Bibliotheken werden auch zu wenig für Planungen genutzt, zum Beispiel Migranten, Integration, oder für Informationen über Krankheiten, andere Dinge. Wir haben so viele Bereiche, wo auch alle Arten von Bibliotheken genutzt werden können. Man baut immer wieder neue Infrastrukturen auf. Das ist nicht nötig."

Das ist schon alles sehr richtig, aber irgendwie natürlich alter DBI-Wein in neuen Schläuchen. Und täglich grüßt das Murmeltier...

Donnerstag, Oktober 25, 2007

Bibliotheksquiz

Auf der ARD-Homepage kann man - wahrscheinlich anlässlich der Wiedereröffnung der Anna Amalia Bibliothek in Weimar - ein kleines Bibliotheksquiz spielen. Leider sind es nur 5 Fragen, aber als kleine morgendliche Lockerungsübung ist es sicher auch für die Frauen und Männer vom Fach geeignet... :-)

Montag, Oktober 01, 2007

Digitalisierung der Neuen Deutschen Biographie

Die DFG hat die Digitalisierung der Neuen Deutschen Biographie, des biografischen Grundlagenwerkes des deutschen Kulturraums, durch die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und die Bayerische Staatsbibliothek im Rahmen eines 2-jährigen Projektes bewilligt.
Durch das Digitalisierungsprojekt soll die Neue Deutsche Biographie als deutschsprachiges Standardwerk sukzessive erweitert und dauerhaft neben vergleichbaren Nationalbiographien wie dem Oxford Dictionary of National Biography im WWW etabliert werden. Die Erweiterung um die PND übertrifft deren digitalen Standard sogar. Die im Alphabet noch ausstehenden fünf Bände der NDB – gerade ist Band 23 (Karl Schinzel – Eduard Schwarz) mit weiteren 820 Artikeln erschienen – werden von der NDB-Redaktion parallel bis 2017 vorgelegt. Dank des Entgegenkommens des Verlages Duncker & Humblot können sie 18 Monate nach Erscheinen in das digitale Angebot integriert werden.

Den Schlüssel für die Recherche der rund 26.300 Artikel der ADB und der ca. 20.000 Artikel der NDB stellt das bereits jetzt online verfügbare digitale ADB & NDB-Register dar. Dann wird auch eine Volltext- und Formularsuche für alle Artikel von ADB und NDB möglich sein.



via Börsenblatt Online und BAdW

Portal Zeno.org offiziell gestartet

Zeno.org bezeichnet sich selbst als


die größte Online-Bibliothek im deutschen Sprachraum.

Angeboten werden digitale Inhalte aus den Bereichen Literatur, Kultur und Kunst, aber auch allgemeine Nachschlagewerke und Lexika.


Für den Literaturwissenschaftler besonders interessant dürfte die Einbindung verschiedener Angebote der Digitalen Bibliothek sein, die bislang nur über CD/DVD zugänglich waren. Dabei wurde die Struktur der Digitalen Bibliothek übernommen, bei der es möglich ist, nach einzelnen Autoren, Werken oder Textstellen zu suchen.


via Infobib

Donnerstag, September 06, 2007

Open Access und die Bibliotheken

Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Gabriele Beger in einem Interview auf der Plattform www.checkpoint-elearning.de. Im Mittelpunkt steht neben Veränderungen für das E-Learning durch Open Access und dessen finanziellen Vor- und Nachteilen auch die Frage, ob Bibliotheken der Zukunft ihre Kunden nur noch online bedienen werden:



Prof. Dr. Gabriele Beger: Diese Frage musste ich schon oft beantworten und ich kann sie auch heute mit gutem Gewissen verneinen. Das Leistungspektrum der Bibliotheken bedient sich zunehmend der netzbasierten Anwendungen, so dass eine Bibliothek faktisch immer geöffnet ist, aber die vorhandenen Millionen umfassenden analogen Medien und das notwendige hypride Nutzen aller Quellen wird stets auch einen Bibliotheksbesuch notwendig machen. [...] Nicht zuletzt ist die Bibliothek ein Ort des Lernens, der Beratung und der Kommunikation.

via infobib

Mittwoch, August 22, 2007

Die Bibliothek des Jahres in der Presse

In der heutigen Ausgabe der Berliner Zeitung findet sich ein Artikel zur Bibliothek des Jahres, der Gefangenenbücherei der JVA Münster.
Nur einmal in der Woche dürfen die Gefängnisinsassen für zehn bis fünfzehn Minuten ihre Bibliothek unter Aufsicht in kleinen Gruppen besuchen, die Abteilungen bleiben dabei unter sich, um unerwünschte Kontakte und Konfliktpotenzial zu vermeiden. Zwar gibt es Kataloge, um eine Vorauswahl zu treffen, doch führte das lange dazu, dass viele Bücher kaum in die Hand genommen wurden, weil ihr bloßer Titel niemanden ansprach. "Seit wir die Präsentation verbessert haben und die Themen klarer sind, probieren Insassen viel häufiger Neues aus", berichtet Gerhard Peschers, seit fünfzehn Jahren Bibliothekar der JVA Münster.

Gelobt wurde die Bibliothek unter seiner Leitung auch für ihre konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Gefangenen. Zensur gibt es - internationalen Richtlinien folgend - kaum: "Wie aus jeder öffentlichen Bibliothek sind links- und rechtsradikale Literatur ausgeschlossen; außerdem Sektenschriften, Pornografisches und natürlich Anleitungen zum Waffenbau." Doch es gibt keine indirekte Einflussnahme, kein Anempfehlen von moralisch wertvoller Literatur.

Dienstag, August 07, 2007

Bibliothek des Jahres 2007

Zur Bibliothek des Jahres 2007 wurde die Gefangenenbücherei der JVA Münster gekürt. Sie verwies dabei unter anderem die Universitätsbibliothek Karlsruhe und die Stadtbibliothek München auf die Plätze.
In der Begründung für die Wahl der Gefangenenbücherei heißt es:
Die Gefangenenbücherei der JVA Münster wurde als "Bibliothek des Jahres 2007" ausgezeichnet, weil es der Bücherei gelingt, unter ganz besonderen Bedingungen und mit spezieller Aufgabenstellung einen hervorragenden Beitrag zur Integration durch Kultur und Bildung zu leisten. Mit der 2005 vorgenommenen Kernsanierung und Neukonzeption durch das Architektenbüro Bolles & Wilson hat die farbenprächtige Bücherei einen Qualitätssprung geschafft. Sie ist eine vorbildliche Einrichtung der sozialen Bibliotheksarbeit, die sich in optimaler Weise konsequent an den Bedürfnissen ihrer Zielgruppe ausrichtet und so als kreativer Impulsgeber für andere Gefangenenbibliotheken wirkt.

Darüber hinaus haben vor allem die Aktualität des Bestandes, seine intensive Vermittlung und die vielfältige und nachhaltige Öffentlichkeitsarbeit der Gefangenenbücherei die Jury überzeugt. Der Preis wird am 24. Oktober, am Tag der Bibliotheken, feierlich in Münster verliehen.


Mit dieser Entscheidung rückt der DBV eine Einrichtung in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, die der in letzter Zeit wieder vermehrt diskutierten "Sozialen Bibliotheksarbeit" zuzuordnen ist. Deshalb sei an dieser Stelle auf die Publikation "Zugang für Alle - Soziale Bibliotheksarbeit in Deutschland", zu der auch Gerhard Peschers (Fachstelle Gefangenenbüchereiwesen JVA Münster, DBV Sektion 8) einen Artikel beigesteuert hat, und auf die sich daran anschließende Podiumsdiskussion "Wann ist Bibliotheksarbeit sozial? Versuch einer Neubestimmung" auf dem vergangenen Bibliothekskongress in Leipzig verwiesen.

Freitag, Juli 13, 2007

Microsoft in der Dateiformat-Falle

Dass Dateiformate digitaler Daten irgendwann nicht mehr lesbar sein könnten, stellt eines der Hauptprobleme bei deren Langzeitarchivierung dar. Die Tatsache, dass es sich oft um proprietäre Formate handelt, erschwert die Archivierung zusätzlich. Deshalb hat Microsoft vor kurzem den britischen National Archives angeboten, bei der Migration älterer proprietärer Dateiformate in aktuelle behilflich zu sein - und sich ein Eigentor geschossen:


Die auf den ersten Blick noble Unterstützung geriet aber schell unter die kritische Lupe bekannter digitaler Bürgerrechtler wie Georg Greve und Joachim Jakobs von der Free Software Foundation Europe. Diese weisen nun mit Recht darauf hin, dass Microsoft der Hauptverursacher des Problems sei. Eine Benutzung von offenen Formaten wie ".odf" hätte das Problem erst gar nicht entstehen lassen. Statt dessen versucht der Redmonder Riese derzeit, ein eigenes "offenes" Format zum Standard adeln zu lassen.

Das Angebot von Microsoft verwandelt sich nun in eine PR-Falle und selbst die BBC fragt: Warum weigert sich Microsoft konsequent, an vorhandenen Standardisierungsverfahren teil zu nehmen?


via gmx.de, testticker.de

Dienstag, Juli 10, 2007

BID erarbeitet Strategiepapier "Bibliotheken 2012"

So meldet es heute das Bibliotheksportal knb. Anknüpfend an das Strategiepapier "Bibliothek 2007" sollen konkrete Forderungen für die Öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland formuliert werden. Auch das neue Papier richtet sich in erster Linie an PolitikerInnen und Unterhaltsträger der Bibliotheken.


Das Konzept soll das Potential der Bibliotheken zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Fragen deutlich machen und gleichzeitig benennen, welche Voraussetzungen und Standards erfüllt sein müssen, damit sie ihren Beitrag dazu leisten können.

Nachdem zunächst ein Entwurf erarbeitet und mit Experten abgestimmt wird und dieser Entwurf dann Anfang 2008 den bibliothekarischen Fachgremien zur Diskussion gestellt werden soll, wird das fertige Papier voraussichtlich auf dem Bibliothekartag in Mannheim 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Unter dem Vorsitz der BID-Sprecherin Barbara Lison sind an der Umsetzung VertreterInnen von DBV, VDB, DGI und BIB beteiligt.

Donnerstag, Juni 14, 2007

Bibliotheksspiel Letterheinz


Dass man Informationen rund um die Benutzung einer Bibliothek auch spielerisch vermitteln kann, beweist die UB Frankfurt am Main mit ihrem Letterheinz (seit April online). Der kleine Kerl sammelt gegen die Uhr Informationen in den Bücherregalen und muss sich dabei gegen allerlei "Feinde" wie Spinnen, Geister und sogar Bibliotheksstaub behaupten. Manchmal ganz schön knifflig, aber höchst unterhaltsam und ganz nebenbei sehr informativ.